Volleyball – Bayernliga-Abstieg besiegelt

Volleyballerinnen des TV Dingolfing verlieren letztes Saisonspiel und steigen in die Landesliga ab – (ki) Nun ist es Gewissheit: der TV Dingolfing spielt in der nächsten Saison in der Landesliga. Die junge Dingolfinger Volleyballmannschaft verlor ihr letztes Saisonspiel in Mauerstetten mit 1:3 und steigt damit als Vorletzter aus der Bayernliga ab. Das Projekt “Jugend forscht“ scheiterte zuletzt an der Unerfahrenheit und den hohen Leistungsschwankungen der jungen Mannschaft, die mit vielen Unwägbarkeiten wie auch Pech kämpfen musste.

Spielszene Damen I Voba Obergünzburg

Alles Strecken beim TVD nützte nichts gegen den Bayernliga-Abstieg

Das letzte Saisonspiel am Samstagnachmittag beim Tabellenfünften SV Mauerstetten war eine Kopie der gesamten Saison und der meisten Spiele des TV Dingolfing in der diesjährigen Bayernliga. Ohne Routinier Katja Wühler und der erkrankten Lina Sagstetter hatte Interims-Trainer Patrick Dreyer, der im Allgäu vom sportlichen Leiter Tobias Hagen unterstützt wurde, nur einen Rumpfkader zur Verfügung, der keine Alternativen für Wechsel und taktische Maßnahmen zuließ. Verletzungen und Erkrankungen sowie berufsbedingtes Fehlen zogen sich durch die gesamte Saison hindurch, bestes Beispiel Stefanie Bucek. Die ehemalige Zweitligaspielerin konnte wegen einer Schulterverletzung die gesamte Saison nicht trainieren und spielen. Dazu kam noch die Unerfahrenheit des jungen Teams, das teilweise mit einem Durchschnittsalter unter 17 Jahren auf dem Spielfeld stand. Zu wenig Konstanz in ihrer Leistung zeigte das TVD-Team verständlicherweise. Gerade bei den entscheidenden Punkten versagten den jungen Spielerinnen oftmals die Nerven, dazu kam auch noch die Portion Pech. All dies verdeutlichte der Spielverlauf in Mauerstetten: der Auftaktsatz wurde knapp mit 24:26 verloren, während Satz Nummer drei glatt mit 25:12 gewonnen wurde. Der dritte Spielabschnitt ging wieder knapp mit 23:25 an die Gastgeberinnen, so dass am Ende nur ganze vier Punkte fehlten zum 3:0. Doch das Gegenteil war der Fall: der vierte Satz wurde mit 20:25 verloren und damit ging das gesamte Spiel mit 1:3 verloren. Spielfreude, Einsatz- und Siegeswillen, Kampf und Mannschaftsgeist – all dies bescheinigte das Trainer-Duo am Samstag den jungen TVlerinnen, die vom Gastgeber aus Mauerstetten noch viel Lob zum Saisonende erhielten.
Mit 18 Punkten, davon sieben Siege aus den 18 Spielen, schloss der TV Dingolfing als Neunter und damit als Vorletzter die Bayernliga-Saison 2013/14 ab, was den direkten Abstieg in die Landesliga bedeutet. Dabei waren sicherlich die 3:0-Heimsiege gegen Mauerstetten und Esting die Höhepunkte, die Niederlage beim Mitabsteiger Deggendorf der Tiefpunkt in der Saison, die von Beginn an verkorkst war: nahezu keine Vorbereitung ohne Turnier oder Vorbereitungsspiel, die die neu zusammengestellte TVD-Formation unbedingt gebraucht hätte gepaart mit den bereits erwähnten teils langwierigen Verletzungen und vielen Erkrankungen. Auch der Trainerwechsel zwei Spiele vor Saisonende bewirkte nur noch mehr Spielfreude und Engagement bei der Mannschaft, die Anfang des Jahres zur Rückrunde mit Routinier Katja Wühler eine wichtige Verstärkung erfuhr. Die dreifache Deutsche Meisterin mit Dresden und Vilsbiburg brachte Ruhe und Durchschlagskraft auf das Spielfeld – leider nur zu den Heimspielen und in der Saison rückblickend zu spät. Dennoch sollte man das Experiment „Jugend forscht“ nach dem Zweitliga-Rückzug des TV Dingolfing nicht als gescheitert erklären. Innerhalb der Kooperation mit den Roten Raben aus Vilsbiburg haben alle, aber vor allem die jungen Spielerinnen sehr viel Erfahrung in der Bayernliga gesammelt, die es nun gilt, in der Landesliga auszuspielen. Denn der Wiederaufstieg in die Bayernliga sollte das Ziel sein. Daran gilt es nun zu arbeiten, wobei dem TVD dabei nicht bange sein braucht auf Grund seiner ausgezeichneten Nachwuchsarbeit, die mit Bezirkstiteln, guten Platzierungen auf den Südbayerischen Meisterschaften und der Qualifikation der U16 sowie der U14 zur Bayerischen Meisterschaft bereits Früchte trägt. Daraus sollte auf die Jahre hinaus wieder eine schlagkräftige Damenmannschaft entstehen. Aktuell aber muss ein starker Kader beim TVD über den Sommer zusammengestellt werden, der ein gewichtiges Wort bei der Meisterschaftsvergabe in der Landesliga 2014/15 mitsprechen sollte.