Über Dingolfing nach New York

Drei Laufenthusiasten aus Dingolfing und Umgebung

starten beim Marathon in New York

…und auch beim Dingolfinger Halbmarathon

(ki) Es ist der schönste Marathon der Welt – so sagen die Experten. Am Sonntag, 3-November starten drei Läufer aus der Region beim Marathon in New York. Seit Monaten bereiten sich Allgemein- und Sportarzt Dr. Hans Hulla, BMW Werkleiter Dingolfing Xaver Franz und Ludwig Schwinghammer vom gleichnamigen Intersport-Fachgeschäft in Reisbach auf die klassischen 42,195 Kilometer im „NY“ vor. Zur Vorbereitung gehört auch ein Start beim 11.Dingolfinger Halbmarathon am Samstag, 21.September, bei dem die drei namhaften Laufenthusiasten auch noch neben der Strecke wichtige Funktionen ausfüllen.

Bereits zum dritten Mal nach 2004, 2006 und 2009 startet Ludwig Schwinghammer in der US-Metropole. Mit Xaver Franz und Dr.Hans Hulla sind – wenn auch zwei erfahrene Marathonläufer – Neulinge in New York am Start. In einer Trainingsgruppe bereiten sich die drei Läufer vor und vor allem am Wochenende stehen die langen Vorbereitungsläufe zwischn 30 und 35 Kilometer auf dem Vorbereitungsprogramm. Marlene Franz, Ehegattin von Xaver Franz bildet dabei die Begleitung per Rad mit der Versorgung. Bisher verläuft die Vorbereitung ohne Probleme und die Läufercrew hofft, dass sie gesund und bestens vorbereitet an den Start gehen kann. Auch nach außen hin sind die drei New-York-Starter bestens vorbereitet mit einheitlichen Laufshirts, im Übrigen dieselben Shirts, die es für die Teilnehmer am diesjährigen Dingolfinger Halbmarathon gibt, mit dem Vornamen und dem Hinweis „from Bavaria“. Vor allem der Vorname ist wichtig auf dem Shirt, denn die rund 2,5 Millionen (!) Zuschauer an der Strecke feuern dann lautstark und frenetisch mit dem jeweiligen Namen die Teilnehmer an. Unter den vielen Zuschauern sind in diesem Jahr natürlich auch die drei Ehefrauen. Überhaupt sind die Daten und Fakten neben den über zwei Millionen Zuschauern rund um den New-York-Marathon überwältigend: 47.000 Starter aus 91 Nationen, 140.000 Bewerber für die 47.000 Startplätze, 2 Millionen Becher Wasser und die Strecke führt durch fünf Stadtteile.

Ludwig Schwinghammer schildert den New-York-Marathon folgendermaßen: Der New-York- Marathon ist kein einfacher Lauf. Dafür sorgen schon alleine die fünf Brücken und die Hügel im Central Park. Aber zur Entschädigung wird man teilweise fanatisch von den über zwei Millionen Zuschauern angefeuert. Diese Stimmung an der Strecke ist einzigartig! Das sollte man genießen und seine Bestzeit auf einer flacheren Strecke laufen. Darauf, dass man einige Stunden vor dem Start an der Verrazano Narrows Bridge in Staten Island im Fort warten muss, sollte man vorbereitet sein. Besonders wenn das Wetter nicht so gut ist. Aber das gehört einfach dazu und ist außerdem schon Kult – das Frühstück, die Musikshows, die „Schlaf- Stationen“, die weggeworfene Kleidung in den Bäumen, die Toilettenhäuschen. Ist das Rennen erst mal mit einem Kanonenschuss gestartet, geht es zunächst über die riesige Verrazano Bridge, mit einem tollen Blick nach Manhattan, bevor das Läuferfeld in Brooklyn einläuft, wo auch der größte Teil der Strecke zurückgelegt wird. Hier vereinigen sich dann die drei Startblöcke (blau, grün, rot), bevor es durch ein Spalier von Zuschauern nach Queens geht. In Queens ist dann auch die Hälfte der Strecke geschafft und bei Meile 15 geht es mit einem knackigen Anstieg – aber einem fantastischen Blick auf den East River – über die Queensboro Bridge hinein nach Manhattan. Und wie es hinein geht: Eine scharfe Linkskurve und man läuft die 1st Avenue hinauf. Hier brennt die Luft! Drei Meilen hysterische Zuschauer und Riesenstimmung – ein absolutes Highlight!

Danach kommt der kurze Schlenker durch die Bronx, bevor das Läuferfeld wieder auf die Insel von Manhattan zurückkehrt. Es geht ein Stück durch Harlem und danach auf der 5th Avenue Richtung Central Park, in den man auf Höhe des Guggenheim Museums hineinläuft. Dann sind es nur noch drei Meilen bis ins Ziel und die ziehen sich wie amerikanischer Kaugummi. Gottlob helfen einem jetzt die dicht an dicht stehenden Zuschauer. Doch wenn man nach dem Columbus Circle auf den letzten Metern die Zielgerade hinaufläuft, sind alle Strapazen vergessen. Man ist Finisher des New York City Marathon.

Beim diesjährigen Dingolfinger Halbmarathon sind die drei Läufer nicht nur auf der Strecke präsent, auch in weiteren Funktionen neben dem Dingolfinger Rundkurs: so ist Dr.Hans Hulla seit der Premiere 2003 Streckenarzt und Leiter der medizinischen Versorgung der Dingolfinger Teilnehmer, Xaver Franz Vertreter des Mitveranstalters BMW Dingolfing und Startschussgeber sowie Ludwig Schwinghammer ebenfalls Mitveranstalter und Mitglied im engsten Organisationskreis des Dingolfinger Halbmarathons, der am Samstag, 21.September zum bereits elften Male gestartet wird und zu dem sich auch die drei New-York-Starter wieder viele Mitläuferinnen und Mitläufer wünschen. Die Anmeldung geht noch bis Sonntag, 15.September, 24 Uhr über www.halbmarathon-dingolfing.de, wobei Nachmeldungen gegen eine Gebühr von zusätzlich drei Euro noch am Veranstaltungstag von 10 bis 13.30 Uhr in der Sparkasse Dingolfing am Marienplatz möglich sind.

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